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Presse im Dezember 2007

Sigi Baumgartl flog neuen Weltrekord

Über der Wüste von Namibia flog er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 156 km/h über eine Strecke von 750 km mit einem Segelflugzeug

Der Internationale Verband für Luftfahrt (FAI) überreichte ihm jetzt das Weltrekords-Diplom beim Deutschen Segelflugtag in Sinsheim. Die „Federation Aeronautique Internationale“ prüft die Leistung eines Piloten und vergibt das Diplom. Baumgartl, der Segelflug-Landestrainer ist und in der Schwarzen Heide Dinslaken fliegt, ist inzwischen das dritte Mal in die Liste der Luftfahrgeschichte eingetragen worden, wo auch die Namen der bekannten Luftfahrtpioniere stehen. Einer der neuen Namen ist der des vor einem Monat  über der Wüste von Nevada verschollenen Amerikaners Steve Fossett, der Welt-Rekorde im Ballon- und Düsenflug und in den letzten Jahren auch im Segelflug aufgestellt hat. Beide Piloten waren im Sommer Gast auf der Flying-Farm des Hotelkönigs Barron Hilton in Nevada, USA wo sich ein Eldorado des Segelfliegens befindet und wo der jetzt überbotene Welt-Rekordflug vor drei Jahren mit 149 km/h aufgestellt wurde.

Rekorddisziplin und Flugtaktik

Bei dem Rekordflug handelt es sich um die erreichte Geschwindigkeit bei einem Flug auf einem Dreieckskurs über 750 km Länge. Die drei Eckpunkte der Strecke sind der Start-und Landeplatz als ein Punkt,  und die zwei Wendepunkte, die vor dem Flug von Sportzeugen festgelegt werden. Zur Beurkundung des Fluges wird ein verplomter GPS-Datenschreiber verwendet, der sekunden-genau den Flug aufzeichnet.

Baumgartl startete mit seinem Segelflugzeug, das eine Flügelspannweite von 15 Meter hat, gegen 11 Uhr auf einer Flying-Lodge 150 km südlich von Windhoek in Namibia. Dort hat er schon im Vorjahr für diesen Rekord das Wetter und die Landschaft studiert und Trainingsflüge unternommen. Segelflieger benutzen wie Zugvögel thermische Aufwinde, um kreisend Höhe zu gewinnen. Aus der Höhe fliegen sie dann geradeaus und suchen den nächsten Aufwind und so fort. Im Vergleich zu Vögeln sind die Geschwindigkeiten der Segelflugzeuge viel größer. Bei dem Rekordflug betrugen sie zwischen 120 und 300 km/h. Der Pilot muss die Geschwindigkeit laufend variieren, um mit der thermischen Turbulenz  der Luft möglichst viel Energie für das Voranfliegen zu nutzen. Zudem muss er ständig von der Richtung zum Ziel abweichen, um möglichst starke Aufwinde zu treffen. Bei diesen Manövern wechselten laufend die Flughöhen zwischen 2500 bis 5500 Metern und mit ihnen neben dem Luftdruck die Temperatur von 30°C bis -5°C.

Was Verkehrsflugzeuge meiden suchen  Rekordpiloten

Passagierflugzeuge meiden Wetter-Regionen wo Segelflug-Rekorde aufgestellt werden. Solche Flüge sind meistens von Wetterunbilden begleitet und sie finden über unwirtlichen Wüsten statt, weil dort die gesuchten turbulenten thermischen Aufwinde am stärksten sind. So auch bei diesem Flug, dessen größter Teil über die 500 km lange Bergwüste führte, die sich 200 km entfernt vom Atlantik befindet und in Nord-Süd-Richtung verläuft. Sie ist die Barriere zwischen der Namib-Wüste und der namibischen Savanne. Starke Aufwinde haben oft Gewitter zur Folge. Damit musste sich auch der Rekordflieger auseinandersetzen und sich entscheiden zwischen zwei Gewittern den letzten Wendepunkt zu umrunden. Das ist ihm geglückt, sonst hätte er zwei Tagesreisen von seinem Startort entfernt auf einem Wüstenflugplatz landen müssen.

Nebenbei bemerkt: Die vom Segelflugzeug durchflogene Strecke war infolge der segelfliegerisch notwendigen Manöver, wie Kreisen im Aufwind und die Kursabweichungen, größer als die gerade Strecke zwischen den drei Punkten. Sie betrug bei diesem Flug, der 4 Std. und 48 Min. dauerte, 900 km.


Eine Palme in der Wüste für einen Segelflug-Weltrekord

Neben diesem Weltrekord stellte Sigi Baumgartl, der auch Mitglied der Nationalmannschaft ist, in diesem Jahr drei Deutsche Segelflugrekorde auf, die über Dreiecksstrecken von 1000 km führten. Der schnellste Flug hatte eine Geschwindigkeit von 142 km/h. Damit verfehlte er einen weiteren Weltrekord um 2 km/h, der vom dreifachen Segelflug-Weltmeister, dem Polen Czenka, aufgestellt in Nevada, gehalten wird. In diesem Winter will der Dinslakener Segelflieger weitere Rekordversuche über der Wüste Namibias unternehmen. Er wird wieder in der Flying-Lodge starten und seine Palme gießen, die man ihm für den Weltrekord gewidmet hat. Sie wird sonst von Einheimischen versorgt, damit sie das Wüstenklima übersteht.


Bilder:

8596: Sigi Baumgartl mit seinem Rekordflugzeug in Namibia (siehe Startseite homepage)

8586:Transport zum Start   (siehe Aktuelles)

4361: Über der Namib (Wüste), wo starke Aufwinde rotbraunen Wüstensand bis 5000 Meter Höhe wirbelten.

2587: Überfliegen der namibischen Steinwüste in 4000 Meter.

8572: Die für den Weltrekord gewidmete Palme in der Bitterwasser-Farm

8515: Widmung an der Palme
 

WAZ, Lokalteil Dinslaken, Sport vom 28.6.2007

Hiltons Flotte für Sigi Baumgartl

Sigi Baumgartl und Brigitte Brüning in Doppelsitzer mit 20 Meter Spannweite vor dem Start

WAZ in Juli 2007

SEGELFLIEGEN. Dinslakener Pilot vom Luftssportverein befindet sich mit Co-Pilotin Brigitte Brüning im Rahmen dews Barron-Hilton-Cups auf der Ranch des Hotelkönigs in Nevada.

Die Dinslakener Segelflieger Sigi Baumgartl und Brigitte Brüning sind in die USA. Als Gewinner des Barron-Hilton-Cups in der Doppelsitzerklasse folgten sie der Einladung des Hotelkönigs auf seine Ranch in Nevada, die so groß wie das Saarland ist. Der Barron-Hilton-Cup ist der weltweit größte Segelflugwettbewerb und wird von der IGC (International Gliding Commission) im Rang einer Weltmeisterschaft gleich gesetzt. Der Wettbewerb dauert jeweils zwei Jahre und schließt die Gebiete Europa und Asien ein. Jeder Segelflugpilot oder Pilotin kann sich daran beteiligen.

Gewertet wird der weiteste Flug auf einem Dreieckskurs mit der Rückkehr zum Startort. Vor dem Flug müssen die zu erreichenden Wendepunkte als Koordinaten unter Beobachtung eines Sportzeugen in einem versiegelten Datenschreiber eingegeben werden. Mit einem GPS-Logger wird der gesamte Flug mit Position und Höhe sekundenweise aufgezeichnet. Nach dem Flug werden die Daten per Internet in einen Zentralcomputer (Server) übertragen, der dann mit einem Barron-Hilton-Cup-Programm ausgewertet wird. Weltweit kann so der Wettbewerb von Jedermann verfolgt werden.

Sigi und Brigitte als Copilotin vom Luftsportverein Dinslaken erflogen ihren Sieg mit einem Flug über eine Strecke von 835 km, gemessen zwischen den Wendepunkten des Dreieckkurses. Infolge der Umwege wegen der zu umfliegenden gesperrten Lufträume von Madrid flogen sie sogar 930 km. Sie starteten in einem doppelsitzigen Segelflugzeug mit 20 Meter Spannweite in Fuentemilanos nahe bei Segovia in Spanien im Juli vorigen Jahres. Der Flug dauerte zehn Stunden in Flughöhen zwischen 2000 und 4000 Meter. Sie mussten mehrmals das Guadarrama-Gebirge überqueren.

Auf der Hilton-Ranch treffen die beiden Dinslakener Segelflieger auf weitere Gäste. Darunter ist Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betrat, dann der Deutsche Astronaut und Segelflieger Ulf Merbold und nicht zuletzt der Extrem-Weltrekordler Steve Fosset aus USA , der unter anderem als Erster in einem Ballon die Erde non stop umflogen hat.

Barron Hilton verwöhnt seine Gäste natürlich mit Angeboten zum Fliegen in allen Varianten wie mit Ballonen, Hubschraubern, mit Oldtimern durch den Grand Canyon und natürlich mit Segelflugzeugen, wovon er eine ganze Flotte hat. Sigi hat sich dafür eine amerikanische Lizenz eingeholt.

WAZ in Juni 2007

24.05.2006 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP


Mit der Lizenz zum Fliegen

14 Pennäler des Vestischen Gymnasiums lernen
am Flugplatz Schwarze Heide Segelfliegen.
Lehrer Horst Stahl knüpfte Kontakte zum Luftsportverein
Dinslaken. Ziel für die Schüler ist die A-Prüfung


Fluglehrer Edmund Jünger rückt sich die
beigefarbene Baseballkappe zurecht und
blickt in den wolkenlosen Himmel: "Schalke-Wetter",
ruft der Kirchhellener Geschäftsführer
des LSV Dinslaken in die Runde. Alle Flugschüler
lachen und freuen sich auf die bevorstehenden
Starts mit der LS4 und der ASK 21.
 14 Schüler des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen
beteiligen sich zusammen mit Physik-, Chemie-
und Biologielehrer Horst Stahl an einer
Arbeitsgemeinschaft (AG) am Flugplatz Schwarze
Heide.
 "Segelfliegen ist ein Teamsport," verrät
Horst Stahl, der inzwischen selbst vom
lautlosen Schweben im schalke-blauen Himmel
erfasst wurde. Der 55-jährige Pädagoge
hat sich zusammen mit seinen 14 Schützlingen
an die A-Prüfung herangewagt. Nach viel
Theorie ging es seit Oktober 2005 auch
in die begleitende Praxis am Boden und
in der Luft. Aber nur dann, wenn es die
Thermik zuließ.
 "Unser pädagogisches Konzept hat sich
schon jetzt bewährt. Es zeigt in der Schule
schon erste Auswirkungen", betont der segelflugbegeisterte
Lehrer mit Blick auf die AG am Flugplatz.
Bei einem Probeflug mit LSV-Geschäftsführer
Edmund Jünger kam Horst Stahl auf den Geschmack.
In der AG ist er daher nicht nur Leiter,
sondern auch Flugschüler.

 Vier bis fünf Helfer sind notwendig, um
ein Segelflugzeug in die Luft zu bringen.
"Das schweißt ganz schön zusammen", verrät
der Pädagoge des Vestischen Gymnasiums.
Zwei Mitglieder der Freitags-AG haben die
begehrte A-Prüfung schon geschafft. Die
anderen werden im Laufe der nächsten Monate
folgen. Mit dieser "Lizenz" dürfen Segelflugneulinge
zu Alleinflügen starten. Vom Boden aus
beobachten Fluglehrer das Geschehen am
Himmel über der Landebahn. Kontakt wird
per Funk gehalten. Viktor Seedorf ist der
jüngste Flugschüler der AG. Der 14-jährige
Schüler will nach den Sommerferien unbedingt
wieder im Cockpit eines der weißen, schnittigen
Flieger sitzen und Runden im schalke-blauen
Himmel über der Schwarzen Heide drehen.

 

13.05.2006 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP

KOMMENTAR

Nicht abheben

Von Franz Naskrent
Das Zittern um die Zukunft des interkommunalen
Gewerbeparkes am Flugplatz Schwarze Heide
war wohl umsonst. Mit TTC plant ein bereits
ansässiges Unternehmen in großem Stil den
Bau eines Trainingscenters. Das bewirkt
eine Initialzündung für weitere Ansiedlungen,
frohlocken die Politiker. Sicher zu Recht.
 Geradezu überfallartig hatte TTC sein
ausgefeiltes Konzept den verblüfften Politikern
im Ausschuss für Wirtschaftsförderung unterbreitet
- die Erlebniswelt Fliegerei, im Glashaus:
Schließlich, man hat ja nichts zu verbergen.
Was für ein Event. Und zack-zack: Jetzt
soll alles ganz schnell gehen, damit die
Bagger bald das Bauloch schaufeln können.
Schon im April 2007 will TTC auf der Flugmesse
"Aero" Friedrichshafen die "Erlebniswelt"
präsentieren.
  Nur nicht abheben. Der Flugplatz hat
schon einige Abstürze miterlebt: siehe
Flugzeugbau Extra oder Flugschule Siebertz.
Sicher, das TTC-Projekt wäre für den Gewerbepark
ein wichtiger Schritt nach vorn und nach
Movie Park und Alpin-Center ein weiteres
touristisch Ziel unserer Stadt.
 Indes, zur Bruchlandung könnte es bei
dem TTC-Projekt flugs kommen, wenn ein
wichtiges Detail nicht realisiert werden
kann: die Verlängerung der Landebahn. Und
da hat die Stadt außer Versprechungen bis
dato nichts in der Hand.
 

30.03.2006 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP


Sie fliegt ins Leben zurück

Pilotin Andrea Irlbeck verlor ihre Schwester
durch einen Absturz. Nur der Schauspieler
Bernie Blanks konnte ihr neuen Mut geben. Nun taufte
der Musical-Darsteller ihr neues Segelflugzeug


Von Maren Schürmann

Als ihre Schwester bei einem Flugzeugabsturz
vor fast zwei Jahren ums Leben kam, empfand
Andrea Irlbeck nur noch Ohnmacht. Nie wieder
konnte sie sich vorstellen, selbst mit
einem Segelflugzeug in die Luft zu gehen.
Bis sie "Rusty" kennen lernte.
 Die alte Dampflok im Bochumer Musical
"Starlight Express", die nie die Hoffnung
verliert, gab auch der 23-Jährigen Mut,
ihr geliebtes Hobby wieder aufleben zu
lassen. Der Darsteller Bernie Blanks reiste
nun zum Flugplatz "Schwarze Heide", um
das neue Flugzeug der jungen Frau zu taufen.

 Zunächst spricht Pfarrer Bertold Hennes
ein paar Segensworte. Er schenkt dem orange-weißen
Flieger ASW 19B - mit einer Spannweite
von 15 Metern - etwas geweihtes Wasser.
Dann spricht er ein Gebet: "Allmächtiger
Gott, gib diesem Flugzeug allzeit sicheren
Flug."
 Es ist der erste Flieger, den der Pfarrer
segnet. Fühlt man sich da in seinem Amt
nicht missbraucht? "Nein", sagt Hennes,
der auch schon Autos, Häuser und Fahrräder
geweiht hat. "Wenn ein Gegenstand gesegnet
wird, dann betrifft es vor allem die Menschen,
die ihn nutzen." Daher ergänzt der Pfarrer
auch seine Worte an Gott um eine Bitte
für die gläubige Andrea Irlbeck: "Schütze
sie vor aller Gefahr." Und: "Bringe sie
unversehrt an ihr Ziel."

 Die Fliegerin enthüllt daraufhin den neuen
Schriftzug auf dem 23 Jahre alten Flieger:
"Little Bernie B." Warum hat sie die Maschine
nicht nach Rusty benannt? "Weil nur der
Mensch hinter der Rolle einen mit seiner
Ausstrahlung berühren kann." Gemeint ist
Bernie Blanks, der vorsichtig etwas Sekt
über den Flieger kippt. Auf die zerschmetternde
Flasche - wie bei einer Schiffstaufe -
verzichtet die Besitzerin: "Um Gottes Willen!
Das gibt doch Kratzer im Lack, das muss
nicht sein."
 Tränen schießen dem Taufpaten Bernie Blanks
in die Augen. Eine Fernseh-Kamera hält
drauf. Schöne Öffentlichkeitsarbeit für
"Starlight Express". Das weiß Bernie Blanks
und widerspricht zugleich: "Es war erst
eine private Sache." Andrea Irlbeck hatte
ihm einen Brief geschrieben, in dem sie
sich bei ihm bedankte. Sein Auftritt hätte
ihr Auftrieb gegeben. So nahm sie ihr altes
Hobby wieder auf, das ihre Familie bis
zum Tod der Schwester miteinander verband.
"Es war fantastisch. Als wäre ich ins Leben
zurückgekommen." Seitdem fühlt sie sich
ihrer Schwester ein ganzes Stück näher.
"Sie ist bei etwas gestorben, das sie sehr
geliebt hat. Sie hätte es gewollt, dass
ich wieder fliege."

 Als Taufpate eines Flugzeuges muss Bernie
Blanks nun nicht zu Geburtstagen Geschenke
machen. "Er darf sich lediglich darüber
freuen", sagt Andrea Irlbeck mit einem
zufriedenen Lächeln. Bernie Blanks: "Jeden
Tag, wenn ich auf die Bühne gehe, bete
ich: Lieber Gott, lass mich im Publikum
nur eine Person berühren, ihr neuen Mut
geben." Nun weiß er, dass er es zumindest
bei Andrea Irlbeck geschafft hat. "Ich
habe so gemerkt, dass ich den Leuten mit
meiner Arbeit etwas geben kann. Das tut
gut."
 
 

   Hier sind die in der Presse veröffentlichten Berichte des Jahres 2004 / 5

14.08.2005 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

Platz 7 für Goeke. Die 3. Segelflug-Weltmeisterschaften der Frauen in Klix sind beendet. Gundula Goeke vom LSV Dinslaken belegte in der Gesamtwertung nach sechs Wertungstagen den siebten Rang. Goeke hatte auf der kurzen Strecke durch mehrere schwache Aufwinde fliegen müssen und damit in der Tageswertung den Platz acht erreicht.

 

SEGELFLUG

10.08.2005 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

SIEGFRIED BAUMGARTL und Brigitte Brüning vom Luftsportverein Dinslaken kamen bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Flugplatz in Lüsse (Brandenburg) in der Doppelsitzerklasse auf Rang zwei. Den spannenden 7. Wertungstag hatte Baumgartl als Sieger beendet und sich so auf den zweiten Gesamtplatz vorgearbeitet.

DER JÜNGSTE Wettbewerbspilot aus Dinslaken, Alexander Weber, fliegt derzeit in der Clubklasse die Offene NRW-Landesmeisterschaft im Segelflug der Junioren 2005 in Oeventrop mit, die bis zum 20. August andauert.

IM FLIEGERLAGE in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) wollen derzeit 20 Teilnehmer des LSV Dinslaken Pilot oder Pilotin werden. Dazu bedarf es an Wissen, Übung und Erfahrung. Anfänger-Schulung und erste Streckenflüge des "Fliegens ohne Motor" werden hier noch bis zum kommenden Wochenende vermittelt und trainiert.

WALTER PUHL, einer der ältesten Flieger im LSV kehrte in diesen Tagen vom Aufenthalt in den Alpen (Reute in Österreich) zurück. Dort nutzte er das gute Wetter für mehr als 30 Flugstunden um so die Alpen aus der Vogelperspektive bewundern zu können.

Goeke liegt bei WM auf Rang fünf

 
07.08.2005 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
Ganz anders als die Vorhersage des Meteorologen hat sich der fünfte Wertungstag der Segelflug-Weltmeisterschaften der Frauen, die noch bis zum 13. August in Klix (Sachsen) ausgetragen werden, entwickelt. Mit Strecken von nur 200 km landeten die ersten Pilotinnen bei "Hammerthermik" schon um 16.15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein wieder in Klix. Erstmals gab es keine einzige Außenlandung.

Nicht ganz nach Wunsch verlief der Tag allerdings für Gundula Goeke. Die Bottroper Apothekerin, die für den LSV Dinslaken startet, erreichte in der Tageswertung Platz zwölf und liegt in der Gesamtwertung damit auf Rang zwölf. Ihre Arbeitskollegin Annette Klossok kann sich dagegen in der 15m-Klasse noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen.

Gundula Goeke ist zufrieden

 
03.08.2005 / WAZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
SEGELFLIEGEN / Bisher Platz drei bei der Weltmeisterschaft in Klix in der Oberlausitz.
Bei der 3. Segelflug-Weltmeisterschaft in Klix (Oberlausitz) liegt Standardklasse-Pilotin Gundula Goeke vom LSV Dinslaken nach dem zweiten Wertungstag auf Platz drei. Annette Klossok, mit ihr hat Goeke in Bottrop eine Apotheke, belegt in der Fai-15-Meter-Klasse den fünften Platz.

Trotz schwieriger Wetterbedingungen landeten insgesamt alle elf Pilotinnen des deutschen Teams auf den ersten fünf Plätzen in allen drei startenden Klassen. Laut Goeke und Klossok sind die Platzierungen nicht zu hoch zu bewerten, denn "die Abstände unter den einzelnen Teilnehmerinnen sind sehr gering".

Ein Kompliment zu so großer Leistung sprach Teamchef Walter Eisele seiner Elf zu der Belegung der vorderen Plätze am zweiten Wertungstag aus. Eine auf die komplizierten Wetterbedingungen abgestimmte Aufgabe stand für die 47 Pilotinnen aus 17 Nationen an. Rund 180 Kilometer waren in einem Dreiecksflug zu bewältigen mit Änderungen wie Startreihenfolge und Startrichtung.

Die deutschen Teilnehmerinnen haben jedenfalls Selbstvertrauen für die nächsten Wettkampftage getankt und sind weiterhin optimistisch.

Goeke startet bei WM

 
27.07.2005 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
Mit 50 Pilotinnen aus insgesamt 18 Nationen misst sich Gundula Goeke vom LSV Dinslaken ab Samstag bei den Segelflug-Weltmeisterschaften der Frauen in Klix bei Bautzen. Das Ziel: Ein Platz auf dem Podium.

Vorbereitet hat sich Goeke auf den Wettbewerb im Trainingslager der Nationalmannschaft, das in Klix ausgetragen wurde. Bei schwieriger und unterschiedlicher Wetterlage wurde jeden Tag geflogen. Im Team mit Sue Kussbach von den Luftsportfreunden Kamm räumt sich die Dinslakenerin mit ihrer LS8 nun gute Aussichten auf eine vordere Platzierung ein. Trotz starker Konkurrenz aus der eigenen Mannschaft und auch aus England. "Unsere Abstimmung klappt. Wer gut drauf ist, übernimmt die Führung und bringt uns mit hoffentlich positivem Ergebnis nach Hause."
 

Medaillenchancen für die fliegenden Apothekerinnen

27.07.2005 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP

Medaillenchancen für die fliegenden Apothekerinnen

Gundula Goeke und Annette Klossok bei WM


Von Gabriele Bimek

Die beiden Bottroper Apothekerinnen Gundula Goeke (LSV Dinslaken) und Annette Klossok
(LFV Greven) haben sich für die Segelflug-Weltmeisterschaft der Frauen in Klix vom 30.Juli bis
13.August qualifiziert. Am Start sind die 50 besten Pilotinnen aus 18 Nationen aller Kontinente an.
  Für die beiden international erfahrenen Segelfliegerinnen heißt das, sich neben den Gegnerinnen
auch mit der Favoritenrolle auseinander zu setzen. Vorbereitet auf den internationalen Wettbewerb haben sich
die beiden Pilotinnen bei Meisterschaften und im Trainingslager der Nationalmannschaft in Klix.
  Geflogen wurde jeden Tag während des einwöchigen Trainings im Juni bei schwierigen
und unterschiedlichsten Wetterlagen, von Blauthermik bis extremer Wolkenthermik.
Eine Topvorbereitung mit vielen Flügen bei anspruchsvollen Wettersituationen inklusive
kennen lernen der Gegend ist sich Goeke sicher.
  Sie errang in der Standardklasse den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften
2004 und ging bei der Europameisterschaft 1997 als Siegerin hervor. Im Team mit Sue Kussbach von
den Luftsportfreunden Kamm räumt sie sich mit ihrer LS8 gute Aussichten auf eine Platzierung in
 den vorderen Rängen ein. Trotz starker Konkurrenz in der eigenen Mannschaft und aus England.

 "Unsere Abstimmung klappt. Wer gut drauf ist, übernimmt die Führung und bringt uns
mit hoffentlich positivem Ergebnis nach Hause." Als sehr gut besetzt sieht Klossok
ihr Dreierteam in der FAI-15-Meter-Klasse mit Angelika Machinek (Aeroclub Bad Nauheim)
und Stefanie Mühl (SFC Neu-Ulm). Das Trainingslager half ihrer Meinung
nach, das Team zu festigen und um vorher Diskrepanzen aus dem Weg zu räumen. "Unsere
Chancen, auf vordere Plätze zu kommen,
stehen gut." Obwohl die Konkurrentinnen unter anderem die amtierende Weltmeisterin, die Tschechin
Alena Netusikova, nicht zu unterschätzen sei. Klossok und ihre Vereinskollegin Goeke
streben bei der Weltmeisterschaft an, auf einen der ersten drei Plätze zu fliegen.
  Sie zählen dabei unter anderem auf die Unterstützung vieler Zuschauer - möglichst auch aus
Bottrop und der Umgebung.

RHEINISCHE POST von Dienstag den 5.07.2005

18.05.2005 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

Luftsportverein startet durch

Gäste sind auf dem Flugplatz Schwarze Heide immer willkommen. Hier erklärt ein Fluglehrer des Luftsportvereins Dinslaken den Schulungsdoppelsitzer.     Der Streckenflugdoppelsitzer Janus B "DJ", der zu den fünf Maschinen des Flugzeugparks des Luftsportvereins Dinslaken gehört, hier beim Landeanflug auf dem Flugplatz Schwarze Heide.

SEGELFLIEGEN / Verein lockt auf dem Flugplatz Schwarze Heide im Juli mit einem Schnupperwochenende.

Nach abgeschlossenem Frühjahrsputz startet der Luftsportverein Dinslaken jetzt in die neue Saison. Zwei Schulungsdoppelsitzer und drei Einsitzer, ein neues, modernes, einsitziges Flugzeug wurde gerade erst angeschafft, gehören zum Flugzeugpark und werden zu Wettbewerben und zur Schulung eingesetzt. "Gut 25 Flugschüler werden bei uns von acht Fluglehrern, die ehrenamtlich tätig sind, betreut und ausgebildet", so die Fluglehrer Edmund Jünger und Marc Rockhoff.

Jedes Wochenende zwischen März und Oktober treffen sich die Flieger morgens um 10 Uhr zum Briefing um die wichtigsten Fragen des Tages zu klären, wie zum Beispiel die Wetterprognose und die Verteilung von Aufgaben sowie die Einteilung der Flugzeuge. "Segelfliegen ist eine Gemeinschaftssache. Dabei legen wir großen Wert auf Teamgeist, denn es braucht immer eine Mannschaft, um Segelflug betreiben zu können", sagt Edmund Jünger. Benötigt werden Windenfahrer, Startleiter, ein Fahrer zum Ausiehen der Seile sowie eine Bodencrew zum Bewegen der Flugzeuge am Boden.

Aber nicht nur Flugschüler sind ständig in Bewegung, vielmehr sind Leute aus allen Altersschichten mit dabei. Flugschüler darf man nämlich schon ab 14 werden, Pilot mit 16. Natürlich gibt es auch viele Quereinsteiger, die erst mit 30 oder 40 die Ausbildung beginnen. Auch immer mehr Frauen entdecken, dass Fliegen nicht mehr nur Männersache ist.

Mit dem Klischee, dass Segelfliegen teuer ist, will der LSV aufräumen. Die Flugschüler im LSV bezahlen monatlich eine Pauschale von 56 Euro, in denen sämtliche Ausbildungskosten und Fluggebühren enthalten sind.

Um die Faszination Segelfliegen auch Nichtfliegern zu ermöglichen, bietet der LSV erstmals einen Schnupperkurs an. Dabei erleben die Teilnehmer an einem Wochenende den normalen Flugalltag auf dem Flugplatz Schwarze Heide. Beginnend mit einem Morgenbriefing und anschließender Vermittlung der notwendigen theoretischen Kenntnisse wird mit dem Fliegen begonnen. Nach den ersten Eindrücken ist es jedem Teilnehmer möglich, unter Anweisung eines Fluglehrers bei mehreren Flügen den Steuerknüppel selbst in die Hand zu nehmen. Nach dem abendlichen Abschlussbriefing werden die Erlebnisse bei einem Bier und Würstchen ausgetauscht. Der Unkostenbeitrag für das Schnupperwochenende inclusive Grillen liegt bei 85 Euro pro Teilnehmer.

Das Wochenende wird am 2. und 3. Juli stattfinden, bei schlechtem Wetter alternativ am 9. und 10. Juli. Da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist, bittet der Verein um frühzeitige Anmeldung bis zum 13. Juni. Unter der Internetadresse www.luftsportverein-dinslaken.de finden Interessenten weitere Infos.

Thomasz Dul fliegt in Polen

Auch sportlich ist der 110 Mitglieder starke LSV, der 1951 gegründet wurde, weiter auf Erfolgskurs: Beim 39. internationalem Segelflugwettbewerb auf der Hahnweide konnten Gundula Göke und Karl Scholz den dritten Platz in der Standardklasse belegen. Brigitte Brüning und Dr. Siegfried Baumgartl gelang beim gleichen Wettbewerb der Sprung auf Platz zwei in der Doppelsitzerklasse. Hoffnung wird auch in Thomasz Dul gesetzt, der zur Zeit an den offenen Polinischen Meisterschaften in der Standardklasse teilnimmt.

17.05.2005    FRIEDHELM ZIELINSKI

 

Grünes Licht für Ausbau der Landebahn

22.04.2005 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP

Grünes Lichtfür Ausbau der Landebahn

Land gibt Zuschuss vorzeitig frei

Von Franz Naskrent

Der Ausbau des Flugplatzes Schwarze Heide scheint beschlossene Sache. Gestern votierte der Verkehrsausschuss des Landtages von Nordrhein-Westfalen dafür, den Sperrvermerk für 3,5 Mio Euro Landeszuschüsse aufzuheben."Damit haben wir endlich Planungssicherheit", atmete MdL Klaus Strehl auf, der die frohe Botschaft aus Düsseldorf überbrachte. Ab 2006 fließen die Gelder. Vorbehaltlich, dass der Haupt- und Finanzausschuss des Landtages am 28. April das Votum des Verkehrsausschusses zur Entsperrung der Verpflichtungsermächtigung (zugesicherte Zuschüsse) abnickt.Weitere 14,5 Mio Euro aus dem Fördertopf für den möglichen Ausbau anderer Flugplätze wie etwa Marl Loemühle oder Stadtlohn bleiben gesperrt. Nach Meinung von Klaus Strehl klingeln die Kassen für die Schwarze Heide frühzeitig, um den Bebauungsplan für das interkommunale Gewerbegebiet am Flugplatz voranzutreiben. Angestrebt wird hier namentlich die Ansiedlung "flugaffinen" Gewerbes. Ein zweites Mal rückte gestern der Flugplatz ins Rampenlicht: "Tante JU", das älteste Verkehrsflugzeug der Welt, landete.

Sicherheit für die Planungen am Flugplatz

22.04.2005 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP

Sicherheit für die Planungen am Flugplatz

Land gewährt Zuschuss von 3,5 Mio Euro

Von Franz Naskrent

Das Warten hat ein Ende: Das Land NRW gewährt zum Ausbau der Landebahn des Flugplatzes Schwarze Heide einen Zuschuss von 3,5 Mio Euro. Der Verkehrsausschuss des Landtages gab gestern ein Votum ab, wonach der Haupt- und Finanzausschuss am 28. April die bis her gesperrten Gelder freigeben soll.Mit dem Ausbau der Landebahn um 600 auf 1500 Meter kann der Flugplatz die von der EU aus Sicherheitsgründen aufgestellte Norm "JAR-OPS" endlich erfüllen. Die Gesamtkosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 6,5 Mio Euro. Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Strehl, der die frohe Botschaft aus Düsseldorf überbrachte, intrepretierte die Entscheidung der rotgrünen Mehrheit im Ausschuss auch vor dem Hintergrund des interkommunalen Gewerbegebietes in der Schwarzen Heide: "Das könnte den Ausschlag gegeben haben." Mit dem positiven Beschluss sei endlich Planungssicherheit erreicht. Im Gewerbegebiet soll vor allem "flugaffines" Gewerbe angesiedelt werden. Vor über fünf Wochen hat sich bereits eine Werft für Instandsetzungsarbeiten an Flugzeugen bis 5,7 Tonnen niedergelassen. Die "entsperrte" Förderung gilt nur für den Flugplatz Schwarze Heide. Weitere 14,5 Mio Euro aus dem Fördertopf für den Ausbau anderer Flugplätze bleiben vorerst gesperrt.

Minister will Geld für Flugplatz "entsperren"

12.04.2005 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP

Minister will Geld für Flugplatz "entsperren"

Neue Hoffnung auf Zuschuss für Schwarze Heide

Der "schon fast heldenhafte Kampf" (so MdL Klaus Strehl ironisch) für den Ausbau des Landeplatzes Schwarze Heide ist in eine neue Phase getreten: Landes-Finanzminister Jochen Dieckmann will den Sperrvermerk für Gelder des Landes zum Flugplatzausbau wegfallen lassen. Darüber wird im Finanzausschuss des Landtags am 28. April entscheiden - positiv, ist sich Strehl sicher.Mit der Freigabe von Geldern und Verpflichtungsermächtigungen (angekündigtes Geld, das später kommt) wäre der Weg frei für den Ausbau der Start- und Landebahn des Flugplatzes Schwarze Heide. Wenn alles so klappt wie es sich Strehl vorstellt, kämen für den Ausbau des Flugplatzes (der rund 6,5 Mio Euro kosten solle) knapp 3,5 Mio Euro als Landeszuschuss. Mit dem positiven Beschluss erhalte der Flugplatz Planungssicherheit Ab 2006 könnten dann Gelder fließen. Strehl verweist zudem darauf, dass vom Ausbau der Start- und Landebahn auch wesentlich das geplante Gewerbegebiet am Flugplatz abhange. Den Plänen nach, soll die Landebahn um 600 auf 1500 Meter anwachsen. Dann könnten alle Flugzeuge bis sieben Tonnen dort EU-Recht-konform starten und landen und nicht - wie jetzt - die großen Maschinen nur noch mit jeweiligen Einzelanträgen. Claus Schwarz, Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide, betont, dass der Landeplatz keine Ambitionen auf noch größere Flieger habe : "Wir wollen so bleiben wie wir sind."Flugzeuge des Geschäftreiseverkehrs in Schwarze Heide zu stationieren, sei das Ziel. Da ließe sich dann später auch über einen Hallenneubau reden, wenn man Kunden sicher habe. Schwarz spricht von "einigen Unternehmen", die sich für Schwarze Heide interessiren, z.B. Firmen aus Essen und Oberhausen, die jetz noch ihre Maschinen in Gladbach stehen hätten. Ende dieser Woche werde die Machbarkeitstudie rund, "darin wird klar, was wir gedacht und uns erhofft haben". Was das begleitende Gewerbe anbelangt, so habe eine Lackiererei Interesse. Und seit vier Wochen gebe es in einer Halle eine Werft für Instandsetzungsarbeiten an Flugzeugen bis zu 5,7 Tonnen - eine Teilbetriebsverlagerung eines Unternehmens in Hamm. Rund 150 Leuten gebe der Flugplatz zur Zeit Arbeit. h.p.

Grüne: Geld nicht sinnlos verschleudern

28.01.2005 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP


Grüne: Geld nicht sinnlos verschleudern

Flugplatz-Verlängerung und Nordanbindung abgelehnt


Einmal mehr erscheint die Nordanbindung des Film- und Freizeitparks Feldhausen als Vorhaben im städtischen Haushalt. An der Ablehnung der Bündnis-Grünen hat sich indes nichts geändert. Die Nordanbindung sei in ihrer jetzigen Konzeption unnötig, "weil die Verkehrszahlen es nicht hergeben", erklärt Andreas Klodt, Mitglied des Sprecherrats von Bündnis 90/Die Grünen. Über eine kostengünstigere kleine Lösung könne man reden, aber dafür müsse man nicht einen Landeszuschuss in dieser Höhe einsetzen. Die Stadtverwaltung rechne mit Landesmitteln von 12,3 Mio Euro für dieses Projekt. Klodt kritisiert diese Zahl als unkorrekt:
Wenn man schon einen Betrag in den Haushalt einstelle, "dann so, wie er abrufbar ist, nämlich zu 70 Prozent." Für die Bündnisgrünen begründet auch der Umgang der Verwaltung mit der Nordanbindung den Ruf nach mehr Transparenz im Haushalt. Die grüne Ratsfraktion hat starke Zweifel, ob die Startbahn des Flugplatzes Schwarze
Heide tatsächlich verlängert wird. Für sinnvoll halten sie diese Maßnahme sowieso nicht. Die in Aussicht gestellten Landesmittel dienen dem Ausbau der Startbahn, die gemäß einer EU-Richtlinie nötig wird. Bisher ist bekanntlich im Landtag noch keine Entscheidung über den letzten von drei förderwürdigen Verkehrslandeplätzen gefallen, Marl-Loemühle oder die Schwarze Heide. Die ins Auge gefasste Erschließung des Gewerbegebietes koste Unsummen, befürchtet Andreas Klodt, sie sei nicht durch Zuschüsse gedeckt. Daher halten es die Bündnis-Grünen für sinnvoll, diese "Heilige Kuh" zu schlachten und das Gebiet abzustoßen.

 Am kommenden Mittwoch, 2. Februar, ist der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Oliver Keymis, ab 19 Uhr Gast einer Podiumsdiskussion im Restaurant am Flugplatz. Thema: "Nein zum Ausbau!" Kirchhellens Bezirksvorsteher Werner Dierichs meinte dazu am Mittwoch im Bezirk: "Er soll vernünftige
Antworten mitbringen, sonst kann er gleich da bleiben."  mls/nas
 

Parteien für Flugplatz-Privatisierung

27.01.2005 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP

Verkehrspolitischer Sprecher der NRW-Grünen Mittwoch vor Ort

Die jährlich steigende Verlustabdeckung des Flugplatzes Schwarze Heide ist allen Fraktionen in der Bezirksvertretung Kirchhellen

seit Jahren ein Dorn im Auge. Indes, den Ausstieg aus der Flugplatzgesellschaft können sie fordern, aber nicht beeinflussen.

Sollte Kirchhellen nicht den Zuschlag für die nach EU-Norm notwendige Landebahnverlängerung erhalten, "sollte der Flugplatz privatisiert

werden", schlug gestern Dorothée Askemper (CDU) im Bezirk vor. Am Mittwoch, 2. Februar, stattet der verkehrspolitische Sprecher

der NRW-Grünen dem Flugplatz einen Besuch ab. nas

 

Rekordsumme für Flugplatz

26.01.2005 / LOKALAUSGABE / BOTTROP

Rekordsumme für Flugplatz

Verlustabdeckung von 93 300 Euro

Viel zu verteilen gibt's in den Kommunen nicht mehr; denn die Kassen sind Das zeigt sich auch an manch' Positionen des städtischen

Haushaltes. Da ist eher der Wunsch nach Förderung der Vater des Investitionsgedankens. Das gilt auch für die Bezirksvertretung

Kirchhellen, die heute den Haushaltsplan für 2005 zur Kenntnis nehmen wird. Fest einplanen indes können die fünf Fraktionen (SPD, CDU,

Grüne, ÖDP und FDP) die für den Stadtbezirk Kirchhellen haushaltseigenen Mittel in Höhe von 112 500 Euro. Der Bezirk

wird heute über die Verwendung der Mittel diskutieren und beschließen.

Aus dem Vermögenshaushalt ragt eine Summe für Kirchhellen hervor: 55 000 Euro für größere Straßeninstandsetzungen. 12 400 Euro

sollen für die Erneuerung von Kinderspielplätzen in die Hand genommen werden. Immerhin noch 10 000 Euro für Schulmöbel an der

Hauptschule. Diskussionsthema dürfte heute einmal mehr die so genannte "Verlustabdeckung" für den Flugplatz Schwarze Heide bieten. Im

Haushaltsansatz ist die neue Rekordsumme von 93 300 Euro verankert. Das sind fast 15 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Auf 53 000 Euro beziffert wird eine Zuschusssumme für das Jugendhaus Villa Körner. Insgesamt sind im Verwaltungs-Haushalt 865 000 Euro

für Einrichtungen der Jugendarbeit veranschlagt. Neu besetzt wird heute der Lärmschutzbeirat des Flugplatzes Schwarze Heide. Neben

Bezirksvorsteher Werner Dierichs war Josef Bornemann (SPD) als zweites Mitglied bestimmt, als dessen Stellvertreter Michael Urban (Die

 Grünen). Da beide der Bezirksvertretung nicht mehr angehören, muss neu gewählt werden.

 

Minister Horstmann sagt Förderung für Flugplatz zu

13.10.2004 / WAZ LOKALAUSGABE / BOTTROP


Minister Horstmann
sagt Förderung
für Flugplatz zu


  NRW-Verkehrsminister Axel Horstmann hat
offenbar seine Meinung über die Zukunft des
Flugplatzes Schwarze Heide geändert. Hatte er
in der jüngsten Vergangenheit den Flugplatz
Marl-Loemühle favorisiert, soll er gestern auf
dem 4. Verkehrsgipfel von "pro Ruhrgebiet" in
Essen Fördergelder für den Flugplatzausbau in
Kirchhellen zugesagt haben.
 

Da schlotterten ganz schön die Knie

 
22.08.2004 / NRZ  LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
KI-FE-TAS / Mädchen und Jungen gingen beim LSV Dinslaken in luftige 400 m Höhe.
DINSLAKEN. Einigen der 13 Mädchen und Jungen schlotterten ganz ordentlich die Knie, als es darum ging, die beiden doppelsitzigen Segelflugzeuge des LSV Dinslaken zu besteigen und in die Lüfte abzuheben. Anlässlich der Kinderferientage verbrachten die Kinder einige schöne Stunden am Flugplatz Schwarze Heide.

Sie wurden, wie auch schon in den vergangenen Jahren, von der Jugendgruppe des Vereins organisiert. LSV-Jugendleiter Marc Rockhoff nahm sich viel Zeit, die Fragen der fluginteressierten Kinder zu beantworten und gab ihnen Einblicke hinter die Kulissen. So besichtigten sie zum Beispiel die neuen Segelflughangars und den Turm, von wo aus man eine gute Aussicht über die Start- und Landebahnen hat.

Doch das Highlight war natürlich die Aussicht von ganz oben. Allesamt waren sie mutig genug, sich den erfahrenen Piloten anzuvertrauen und stiegen in luftige 400 Meter Höhe auf.

Neben dem Fliegen wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt und so servierte ihnen der Luftsportverein Würstchen vom eigens für sie aufgebauten Grill und kalte Getränke.

Wer mehr über das Segelfliegen und den LSV Dinslaken erfahren möchte, hat dazu bei den DIN-Tagen die Gelegenheit. Außerdem gibt es dort beim Torwandschießen etwas zu gewinnen. 1. Preis: eine Segelflugausbildung.

Am 4. September findet am Flugplatz Schwarze Heide die große Luftsportjugend-Party in der neuen Segelflughalle statt. Auch Nichtpiloten sind dazu eingeladen.

Fragen zu den Veranstaltungen, dem Gewinnspiel oder zum Segelfliegen im LSV Dinslaken allgemein kann man per E-Mail an lsvdinslaken@aol.com richten.
 

Ticket für die WM gesichert

 
10.08.2004 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
SEGELFLIEGEN / Gundula Goeke wurde bei den Deutschen Meisterschaften Zweite.
Nun ist es amtlich! Gundula Goeke vom Luftsportverein Dinslaken hat bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften auf dem Flugplatz in Klix in der Nähe von Dresden den zweiten Platz in der Standardklasse belegt. LSV-Vereinskameradin Brigitte Brüning wurde am Ende Zehnte.

Mit 8303 Punkten hatte Goeke nach zehn Wertungstagen im Gesamtklassement insgesamt 213 Punkte Rückstand auf die Siegerin Sue Kussbach aus Kamen. Die Drittplatzierte Cornelia Schaich (7828/Stuttgart) hielt die LSV-Starterin allerdings auf Distanz. Alle drei Damen haben sich damit ein Ticket für die Weltmeisterschaft gesichert, die im nächsten Jahr ebenfalls in Klix über die Bühne gehen soll.

Während Goeke am letzten Wertungstag bei zunächst schwierigen Windverhältnissen am Ende geteilte Siebte wurde, büßte die Dinslakenerin Brüning aufgrund des 15. Rangs in der Tageswertung noch den neunten Platz in der Gesamtwertung ein. 6965 Punkte bedeuteten Rang zehn.
 

Gundula Goeke weiterhin Zweite

 
05.08.2004 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
Bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften auf dem Flugplatz in Klix in der Nähe von Dresden belegt Gundula Goeke vom Luftsportverein Dinslaken nach acht von zehn Wertungstagen weiterhin Platz zwei im Gesamtklassement. Die zweite Starterin des LSV Dinslaken, Brigitte Brüning, liegt in der Gesamtwertung auf Rang neun.

Durch Platz vier am siebten Wertungstag und lediglich Rang zehn am achten Wertungstag wurde Goekes Rückstand zur führenden Sue Kussbach aus Kamen größer. Mit 7117 Punkten hat die LSV-Starterin insgesamt 198 Zähler Rückstand auf Kussbach. Ihr Vorsprung auf die Drittplatzierte, Susanne Schoedel (Wiesbaden), beträgt jedoch beruhigende 501 Punkte.

Durch Rang fünf und sechs an den letzten beiden Wertungstagen konnte sich die Dinslakenerin Brüning in der Gesamtwertung um einen Rang auf den neunten Platz verbessern.
 

Goeke festigte Platz zwei in der Gesamtwertung

 
03.08.2004 / NRZ  LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
Bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften in Dresden hat Gundula Goeke vom Luftsportverein Dinslaken am sechsten Wertungstag ihren zweiten Platz im Gesamtklassement der Standardklasse gefestigt. Goeke liegt mit insgesamt 5581 Punkten zwar 84 Zähler hinter der führenden Sue Kussbach (Kamen), hat auf die Drittplatzierte Susanne Schoedel aus Wiesbaden aber bereits 540 Punkte Vorsprung. Die zweite LSV-Starterin, Briggite Brüning, ist mit 4396 Punkten Zehnte.

Während sich Kussbach beim sechsten Flug über 334,98 Kilometer den Tagessieg sicherte, kam Goeke nach zuletzt zwei eher mäßigen Vorstellungen zumindest auf Rang zwei. Ihr Vorsprung auf die Drittplatzierte vergrößerte sich deshalb so enorm, weil ihre beiden direkten Kontrahentinnen, Cornelia Schaich und Anett Arndt, eine Außenlandung hinlegten und es nicht zurück zum Zielflugplatz Klix schafften. Beide blieben nördlich vom Flugplatz Großenhain auf dem Acker liegen. Brüning belegte am sechsten Wertungstag den achten Platz.
 

Goeke hält den zweiten Rang

 
02.08.2004 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
SEGELFLUG-DM / Pilotin vom LSV Dinslaken landete in der Tageswertung nur auf Platz sechs.
Gundula Goeke vom Luftsportverein Dinslaken hat am fünften Wertungstag der Deutschen Segelflugmeisterschaften auf dem Flugplatz Klix in der Nähe von Dresden ihren zweiten Platz in der Gesamtwertung der Standardklasse verteidigt.

Goeke kam am Sonntag mit 693 Punkten allerdings nur auf einen enttäuschenden sechsten Rang der Tageswertung. Die derzeit führende Sue Kussbach aus Kamen belegte mit 712 Punkten den fünften Rang und konnte so ihre Führung vor der Dinslakenerin ausbauen. Den Tagessieg flog Cornelia Schaich (756 Punkte) aus Stuttgart ein, die damit als Gesamtdritte wieder näher an Goeke heranrückt.

Die Deutschen Meisterschaften laufen noch bis zum 6. August. Die ersten fünf Platzierten jeder Klasse qualifizieren sich für die Nationalmannschaft, den ersten Drei winkt die Teilnahme an den Segelflug-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr, die auf dem gleichen Flugplatz stattfinden werden. Goeke hat also weiterhin beste Möglichkeiten.

Der Wettbewerb auf dem Flugplatz Klix wird über insgesamt zehn mögliche Wertungstage ausgeflogen, an denen jeweils eine morgens gestellte Streckenaufgabe so schnell wie möglich geflogen werden muss. An jedem Wertungstag werden Punkte erflogen, aus der Summe der Punkte schließlich die Sieger in den drei Klassen (Club, Standard, FAI 15 Meter-Klasse) ermittelt.
 

Goeke fiel zurück

 
01.08.2004 / NRZ LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
Einen Rückschlag musste Gundula Goeke vom Luftsportverein Dinslaken bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften in Dresden hinnehmen. Nach dem vierten Wertungstag liegt die LSV-Starterin im Gesamtklassement der Standardklasse mit 3889 Punkten nur noch auf Platz zwei. Sue Kussbach (Kamen), die nach zwei Wertungstagen punktgleich mit Goeke vorne lag, ist nun mit 3953 Punkten alleinige Spitzenreiterin. Die zweite LSV-Starterin, Brigitte Brüning, belegt mit insgesamt 3206 Punkten weiter Rang sieben.

Landete Goeke mit ihrer LS 8 am dritten Wertungstag über 266,87 Kilometer noch auf dem dritten Rang, büßte sie vor allem beim vierten Flug Punkte ein. Auf der relativ langen Strecke von insgesamt 357,60 Kilometer über den Flugplatz in Klix, Hahnenberg, Zahna, Fünfeichen, den Olbasee zurück nach Klix reichte es für Goeke am Ende lediglich zu Platz acht. Zwar wurde auch Kussbach hierbei nur Sechste, doch da sie tags zuvor bereits die Führung übernommen hatte, baute sie ihren Vorsprung gegenüber Goeke sogar noch aus.
 

Gundula Goeke führt in der Gesamtwertung

 
30.07.2004 / NRZ  LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
Bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften auf dem Flugplatz Klix in der Nähe von Dresden liegt Gundula Goeke vom Luftsportverein Dinslaken gut im Rennen. Nach zwei Wertungstagen führt Goeke gemeinsam mit Sue Kussbach (Kamen) die Gesamtwertung in der Standardklasse an. Beide haben insgesamt 1990 Punkte auf ihrem Konto. Goekes Vereinskollegin Brigitte Brüning belegt mit 1559 Punkte den siebten Rang.

Auf dem ersten Wertungsflug, der aufgrund der Wetterlage erst am Mittwoch stattfand, musste Goeke mit ihrer LS 8 ihr ganzes Können unter Beweis stellen. "Wir mussten Haken schlagen wie die Hasen", so die LSV-Akteurin nach dem ersten Tag, an dem sich die Thermik nicht gut aufgereiht hatte und viele Quellwolken ihre erzeugenden Aufwinde nur noch vortäuschten. Dennoch gewann Goeke die Tageswertung. Am zweiten Wertungstag belegte sie Platz vier. Brüning wurde am ersten Wertungstag Zehnte, es folgte Rang acht beim zweiten Flug.
 

Nachprüfung stand an

 
18.03.2004 / NRZ  LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

 
LUFTSPORT / LSV Dinslaken bereitete seine Flugzeuge auf die neue Saison vor. Streckenflug wurde den Mitgliedern näher gebracht.
Der Begriff Winterarbeit bezeichnet bei den Segelfliegern normalerweise die Arbeit, die während der flugfreien Zeit geleistet wird. Hier werden die Flugzeuge auf die neue Saison vorbereitet. Flächen werden poliert, kleine Lackschäden ausgebessert, denn Anfang der neuen Flugsaison steht die jährliche Nachprüfung an, eine Art TÜV für Flugzeuge.

Zu den Vorbereitungen auf das Fliegen gehört neben der praktischen Arbeit an den Flugzeugen auch das Erlernen und Vertiefen von theoretischen Kenntnissen. So bringen zum Beispiel drei erfahrene Überlandflieger, Winfried Schulz, Friedrich Schewe und Alexander Weber, ihren Vereinskolleginnen und Kollegen den Streckenflug näher. Natürlich freuen sich schon alle Pilotinnen und Piloten auf die neue Flugsaison, die Mitte März beginnt.
 

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