Aktualisiert 07.08.2016 : Besucher 136.472

 www.luftsportverein-dinslaken.de

info@luftsportverein-dinslaken.de

mail@luftsportverein-dinslaken.de

oder

 geändert gegenüber der letzten Aktualisierung:... Startseite,

Besucherzähler:

 

Gästebuch

Herzlich willkommen beim
Luftsportverein Dinslaken e.V. - online -

Streckensegelflug im LSV Dinslaken

  Der Streckensegelflug bietet eine schöne Möglichkeit die Dynamik des Segelfliegens, Schönheit der Landschaft nur mit dem Antrieb der Sonne zu genießen und sich neue Ziele zu stecken.

Es gibt mehrere Arten, diesen Segelflug auszuüben:

Den dezentralen Streckensegelflug und Streckenflugwettbewerbe.

Beim dezentralen Flug erarbeitet sich der Pilot früh morgens eine Aufgabe, die er im Laufe des Tages fliegen wird. Dabei fließen in die Strecken-/ Aufgabenwahl mehrere Faktoren ein:

• Das aktuelle Wetter
• Die persönliche Leistungsfähigkeit des Piloten
• Die Leistung des Flugzeuges
• Lufträume und sonstige topografische und flugsicherungstechnische Argumente

Der Pilot sucht sich also eine Strecke aus, von der er erwartet, diese auch zu schaffen.
Normalerweise werden bestimmte Distanzen festgelegt. Diese sind:

100 km / 150 km / 200 km / 300 km / 400 km / 500 km / 700km / 750 km / 1000 km

Natürlich können auch beliebige andere Strecken geflogen. So ist zum Beispiel ein Flug über 326 km ein "Dreihunderter". Neben den verschiedenen Entfernungen werden auch die verschiedenen Formen der Flüge bewertet. Somit gibt es:

• Zielflug
• Zielflug mit Rückkehr zum Startflugplatz
• Dreiecksflug nach FAI-Richtlinien
• Nicht-FAI-Dreieck
• Vielecksflug

Für jeden Flug gibt es nach einer bestimmten Formel, die die FAI (Federation Aeronautique Internationale) bzw. der DAeC (Deutscher Aero Club) festlegt, Punkte. In die Punkteformel fließt auch der Flugzeugtyp ein, da jedes Flugzeug andere Leistungen bringt. Ein sog. "Langohr" mit 25 Metern Spannweite hat eine bedeutend höhere Gleitzahl als ein 15 Meter Flieger. Aus diesem Grunde werden, wenn der Pilot den Flug zur Wertung "einreicht", verschiedene Klassen gewertet. Die

• Clubklasse
• Standardklasse
• FAI-15 Meter- oder Rennklasse
• 18 Meter Klasse
• Offene Klasse

In Streckenflugwettbewerben werden die Flugzeuge auch in diesen Klassen zusammengefaßt. Jede Klasse bekommt dann eine Wettbewerbsaufgabe gestellt, die auf Zeit geflogen wird. Wenn der letzte Pilot der Klasse gestartet ist, wird nach einer bestimmten Zeit der Abflug freigegeben. Das heißt, dass die Piloten ab diesem Zeitpunkt "abfliegen" können. Einige Piloten werden dann auf den, ihrer Einschätzung nach, günstigsten Abflugzeitpunkt warten. Andere wiederum werden direkt losfliegen. Für die Wertung wird die benötigte Zeit für die Aufgabe gemessen. Diese Zeit bestimmt sich aus der Zeitdifferenz zwischen Abflug und Überflug der Ziellinie. Zusätzlich zu den Aufgaben im dezentralen Flug gibt es im Wettbewerbsflug noch:

• Area Task und Speed Task

Bei einer Area Task erhalten die Piloten anstelle von festgesetzten Wendepunkten Wendepunkbereiche, die in einem bestimmten Zeitfenster abzufliegen sind. Gewertet wird die größte Strecke. Die Speed Task hat die gleichen Steckenvorgaben wie die Area Task, jedoch wird erreichte Schnittgeschwindigkeit bewertet.

Da man im Segelflug meist alleine unterwegs ist, muß die Aufgabe dementsprechend beurkundet werden. Hierzu gibt es zwei Systeme. Das gängigste Dokumentationssystem ist mittlerweile die Aufzeichnung der Flugdaten per GNSS-Flugdatenrekorder. Dieses Gerät, das im Fachjargon Logger genannt wird, ist sowas wie eine Blackbox, wie man sie aus Verkehrsflugzeugen kennt. Der Logger bestimmt im Sekundentakt Position und Höhe des Segelflugzeuges über empfangene Daten von Navigationssateliten und speichert diese in chronologischer Reihenfolge auf einem Speicherchip. Dieser Speicher wird dann nach dem Flug ausgelesen. Die Datei wird dann im Internet hochgeladen und in die Wertung des OLC (Online Contest) und DMSt (Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug) übertragen.

 

Logo Sparkassenwerbung_4_2013